• Bio, uns und unserer Umwelt zuliebe

WARUM

BIO und was heißt das beim Honig?

Seit unserer Umstellung von konventioneller auf biologische Imkerei wurden wir schon oft auf mit der Frage konfronitiert: "Woher wollt ihr denn wissen, dass euer Honig Bio ist? Sagt ihr euren Bienen wohin sie fliegen dürfen?".
Natürlich haben wir nur geringen Einfluss darauf, wohin unsere Bienen fliegen und wo sie Nektar und Pollen sammeln. Einzig durch die Wahl unserer Standplätze können wir abschätzen, ob die Bienen eher gespritzte Getreidefelder oder naturbelassene, saftige und blütenreiche Wiesen und Wälder anfliegen. Bei der Bio-Imkerei geht es aber nicht nur darum. Wie in jedem anderen Bio-Betrieb wird auch auf das "Drumherum" geachtet.

Was heißt das?

  • Was verwende ich für meinen Betrieb und was verursache ich dadurch?
  • Welchen Umgebungsbedingungen setze ich meine Tiere aus?
  • Wie behandle ich meine Bienen?
Das und noch vieles mehr ist in der Bio-Richtlinie für Imkerei geregelt. Macht durchaus Sinn, wie wir finden. Wer die Richtlinien genauer nachlesen möchte, findet hier den Link dazu.
Folgend ein Auszug der für uns bedeutendsten Vorgaben aus der Bio-Richtlinie:

Biologisches

Futter

Speziell dieser Punkt ist für uns ausschlaggebend.
In der heutigen Zeit ist das Insektensterben wegen der Verwendung von Pestiziden in aller Munde. Es ist für uns daher nicht zu verantworten, den Bienen für die Überwinterung ein Futter zu geben, das zwar billig ist (kostet ca. ¼ dessen, was Bio-Futter kostet) und von der Zuckerstruktur keinen Unterschied zu teurerem aufweist, aber in der Erzeugung schlecht für die Umwelt, das Ökosystem und die Artgenossen der Bienen ist.

Natürliche

Varroabehandlungsmittel

Der gefährlichste Schädling für die Bienen ist die Varroamilbe (Varroa destructor). Diese Milbe aus Asien nach Europa eingeschleppt. Doch nicht nur die Milbe stellt eine Gefahr für die Bienen dar, sondern vor allem die Vieren und Krankheiten, welche diese Milbe überträgt. Da es noch immer keine dauerhafte Behandlungsmöglichkeit gibt, setzt uns Imkern dieser Parasit immer wieder heftig zu.
So traurig das ist, ohne eine Behandlung der Bienen gegen die Varroamilbe würde kein Bienenvolk länger als zwei Jahre überleben. Im Laufe der Zeit haben sich viele verschiedene Behandlungsmittel am Markt etabliert. Für die biologische Imkerei dürfen jedoch nur jene eingesetzt werden, die natürlichen Ursprungs sind bzw. so auch in der Natur vorkommen. Dies sind neben einigen anderen insbesondere die Oxalsäure und die Ameisensäure, welche wir gezielt einsetzen, um die Bienen von den Milben zu befreien.
Oxalsäure kommt in vielen uns bekannten Gemüsesorten und Kräuter vor, unter anderem in Rhabarber, Sauerampfer, Petersilie, Spinat und Mangold.
Ameisensäure verwenden viele Insekten zur Verteitigung. Sowohl die Ameise, wie der Name schon vermuten lässt, als auch verschiede Skorpione, Raupen diverser Schmetterlingsarten, Laufkäfer und Bienenarten. Der große Vorteil dieser beiden Säuren besteht darin, dass sie sich rückstandslos auflösen und somit nicht in unserem leckeren Honig vorhanden sind. Auch wird das Bienenwachs durch diese Mittel nicht kontaminiert, was im Gegensatz zur Behandlung mit diversen anderen Wirkstoffen der Fall ist.

Biologisches

Bienenwachs

Wie schon im Abschnitt Varroabehandlungsmittel erwähnt, gibt es Mittel, die sich nicht rückstandsfrei auflösen. Diese Stoffe, zum Teil auch Antibiotika sowie Parafine, dürfen in biologischem Bienenwachs nicht enthalten sein. Dies erreicht man nur, indem man auf eben solche Mittel verzichtet. Aber auch das Wachs, das zugekauft wird, könnte Rückstände solcher Mittel schon enthalten. Deshalb darf man als Bio-Imkereibetrieb nur Wachs kaufen, das auf Rückstände überprüft wurde.
Wir reduzieren die Gefahr, Wachs mit Rückständen zu bekommen, indem wir unsere eigenes Wachs von einem Bio-zertifizieren Betrieb wieder zu Mittelwänden umarbeiten lassen und haben somit unseren eigenen Wachskreislauf.
Bei der Überprüfung durch die Kontrollstelle werden regelmäßig Wachsproben genommen.

Behausungen für Bienen aus

Natürlichen Materialien

Die Bienenbehausungen, auch Beuten genannt, dürfen bei einer Bio-Imkerei nur aus Vollholz bestehen. Styrophor und Kunstoff darf nicht verwendet werden. Auch sind keine vollflächig verleimten Holzplatten, wie z.B. Dreischichtplatten, erlaubt. da die Leimschicht das Klima im Stock beeinflusst. Der Leim verhindert, dass Feuchtigkeit nach außen diffundieren kann. Lediglich das Fluglochgitter und das Dach der Bienenbeute darf aus anderen Materialien als aus Vollholz sein. Unsere Beuten bauen wir während der Winterzeit selber, wenn bei den Bienen nichts anderes zu tun ist.

Geprüft wird die Einhaltung der Bio-Vorgaben durch die

Prüfstelle - BIOS Biokontrollstelle-Österreich

Einmal im Jahr kommt ein Prüfer der BIOS Biokontrollstelle-Österreich zu uns und überprüft, ob wir sämtliche Vorgaben einhalten.